Ab sofort können die Bremer Forscher Zahnräder von WEA (Windenergieanlagen)-Getrieben messen. Damit untersuchen sie die Zusammenhänge zwischen Auslegung, Fertigung, Qualität und Funktionseigenschaften von Grossverzahnungen sowie deren Auswirkungen, unter anderem auf Verschleiss, Lebensdauer, Schadensart und Geräuschentwicklung. Das Ziel besteht darin, die Lebensdauer von Grossgetrieben in Windenergieanlagen zu verlängern.
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Herzstück des Labors für Grossverzahnungsmessungen bildet das Koordinatenmessgerät (KMG) von Hexagon Metrology vom Typ Leitz PMM-F 30.20.7, das für die Prüfung von Verzahnungen in der Windenergie eingesetzt wird. Dieses hochgenaue KMG ist speziell für grosse Werkstücke geeignet. „Mit einer Messunsicherheit von 1,3 +L/400 µm im gesamten Messvolumen von über 4 Kubikmetern ist die Leitz PMM-F eine der genauesten, am Markt verfügbaren Messmaschinen in dieser Klasse“, sagt Sebastian Haury, Produktmanager Leitz bei Hexagon Metrology. Der Messbereich umfasst 3000 x 2000 x 700 mm. Ein 20-Tonnen- Granit-Block sorgt für die Standfestigkeit und Langzeitstabilität des Messgerätes. Gleichzeitig erlaubt dieses Leitz-typische Konstruktionsprinzip eine einmalige Dynamik. Die Leitz PMM-F 30.20.7 ist mit dem Software-Paket Quindos 7 ausgestattet und kann pro Sekunde bis zu 750 Messpunkte ermitteln. Hexagon Metrology hat das KMG schlüsselfertig inklusive Zuführsystem und Klimakammer geliefert.
Optimale Lösung gefunden
Der Beschaffung des Messgerätes war eine EU-weite Ausschreibung vorausgegangen. „Nur ein Hersteller konnte unsere hohen Anforderungen erfüllen“, sagt Bimaq-Leiter Prof. Dr.-Ing. Gert Goch. „Dank der hohen Genauigkeit und der speziellen Grösse hat das Leitz-Koordinatenmessgerät von Hexagon Metrology die Zusage für dieses Projekt erhalten. Dieses Koordinatenmessgerät ist die optimale Lösung für unsere Forschungsarbeiten, und wir freuen uns, auch in Zukunft mit Hexagon Metrology zusammenzuarbeiten“, sagt Goch. Neben der neuen Leitz PMM-F setzt das Bimaq bereits eine Leitz Reference mit einem Messbereich von 1000 x 700 x 600 mm ein. Das Institut nutzt dieses KMG, um den Verzug von automobiltypischen Verzahnungen zu untersuchen.
Ein weiteres Ziel des Bimaq besteht darin, mithilfe des neuen Labors die Kalibrierkette für grosse Bauteile in der Getriebe- und Verzahnungsherstellung zu schliessen. „Wir möchten das Labor als zertifizierte Prüfstelle für Grossverzahnungen etablieren“, sagt Goch. „Mit der Leitz PMM-F haben wir einen grossen Schritt in diese Richtung geschafft. Wir sind überzeugt davon, dass wir in Zukunft viele Projekte mit diesem Gerät bearbeiten werden, insbesondere auch, weil die wirtschaftliche Bedeutung der Windenergie weltweit stetig weiter stark wachsen wird.“



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