Parker positioniert sich seit 2008 als Pneumatikspezialist. Was ist aus den zugekauften Firmen geworden?
Rolf Freiburghaus: Parker ist in allen Bereichen der Industrie tätig; wie Sie sagen, auch in der Pneumatik.
Als weltweit führender Hersteller der Antriebs- und Steuerungstechnologie entwickelt Parker jedoch auch für Industriebereiche wie die Luft- und Raumfahrttechnik, Klimasteuerung, Elektromechanik, Filtrationstechnik, Verbindungstechnik, Dichtungstechnik und die Prozesssteuerung hochwertige Produkte.
Die Produkte, die von den Firmen Rectus, Legris und Origa mit unseren Zukäufen in den Jahren 2007/2008 dazu kamen, erweiterten hervorragend unsere bestehende Produktpalette. Die Integration aller Firmen ist erfolgreich abgeschlossen.
An unserem Standort in Biel (vormals Legris) haben wir ein Kompetenzzentrum für die Pneumatik, Elektromechanik und die Luftaufbereitung aufgebaut.
Wie hat sich die Neupositionierung bewährt?
Freiburghaus: Wir konnten die vergangenen Monate gut nutzen, um die neuen Produktlinien zu integrieren. Aufgrund der vervollständigten Produktpalette ist es uns möglich, die Industriebereiche mit gesamtheitlichen, optimalen Kundenlösungen abzudecken. In den letzten 18 Monaten konnten wir unseren Marktanteil weiter ausbauen. Zudem entwickelten sich die letzten sechs Monate sehr positiv.
In welchen weiteren Bereichen ist Parker in der Schweiz aktiv?
Freiburghaus: Parker ist weltweit der führende Hersteller in Antriebs- und Steuerungstechnologien und ist in der Schweiz in den Bereichen Hydraulik, Verbindungstechnik, Pneumatik, Elektromechanik, Filtrationstechnik, Klimasteuerung, Dichtungstechnik, Prozesstechnik und in der Luft- und Raumfahrttechnik aktiv.
Welche Bedeutung hat der Schweizer Markt für Parker?
Freiburghaus: Die Schweiz war für Parker immer ein wichtiger Standort, so werden in unserem Produktionswerk in Genf Produkte für die Klimatechnik hergestellt und der europäische Hauptsitz von Parker wurde im Mai dieses Jahres in Etoy bezogen und feierlich eröffnet.
Die Parker-Verkaufsorganisation in der Schweiz wurde in den letzten zwei Jahren von drei Personen auf über 50 ausgebaut. Das verdeutlicht eindrücklich die Wichtigkeit des Standortes Schweiz.
Wie haben Sie auf die Wirtschaftskrise reagiert?
Parker arbeitet kontinuierlich daran kostenoptimiert zu produzieren und die internen Abläufe und Prozesse «lean» (schlank) zu halten. Somit haben wir bereits vor der Wirtschaftskrise die Voraussetzungen geschaffen, auch schwierige Zeiten gut zu meistern. Wir dürfen heute sagen, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, wir die Krise gut gemeistert haben und sogar Marktanteile dazugewinnen konnten.
Welche Ziele haben Sie auf dem Schweizer Markt für das kommende Jahr und darüber hinaus?
Freiburghaus: Parker will für seine Kunden ein innovativer, zuverlässiger und fairer Partner in den Bereichen Motion & Control sein. Mit der Einführung der «WIN-Strategie» im Jahr 2000 haben wir uns hohe Ziele gesetzt, die wir kontinuierlich verfolgen und verbessern wollen. Es sind dies u.a.: exzellenter Kundenservice und profitables Wachstum.
Parker will seine Präsenz in der Schweiz weiter verstärken und in unseren neun Zieltechnologien ganz vorne mit dabei sein. (mg)



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